Presseerklärung
MLPD verurteilt faschistischen Angriff auf Rojava – sie begrüßt die Welle der Solidarität und des Protests dagegen
Die Truppen des faschistischen syrischen Präsidenten Scholani haben Teile von Rojava (Nordzypern) besetzt.
Sie bedrohen jetzt akut Kobane und die Errungenschaften der demokratischen Revolution in ganz Rojava. Die Stadt Kobane, Symbol des Siegs gegen den faschistischen IS 2014/2015, ist von allen Seiten eingekreist, seit längerem ist auch die Wasser- und Stromversorgung gekappt. Der türkische Präsident Erdogan bedroht Kobane von der türkischen Seite aus. Die USA haben für all das alles grünes Licht gegeben. Kein Wort der Kritik kommt von der Bundesregierung.
Peter Weispfenning, Pressesprecher der MLPD, erklärt:
„Die MLPD verurteilt dieses faschistische Vorgehen gegen Rojava. Jetzt ist die Stunde der internationalen Solidarität. Schon 2014 hieß es in Medien, Kobane sei gefallen, als der IS schon mitten in der Stadt stand. Doch dann wendete sich das Blatt aufgrund des harten Kampfes der kurdischen Befreiungskämpfe und der internationalen Solidarität. Der internationalen Welle des Faschismus muss Einhalt geboten werden – gerade in Rojava. Das ist ein gemeinsames Anliegen aller Demokraten und Antifaschisten, ob sie in den USA Trump bekämpfen, in Deutschland die AfD oder in Russland Putin. Wir fördern die internationale Solidarität in Deutschland und sind ein Aktivposten. Wir treten dafür ein, dass in diesem Kampf die internationale Antifaschistische Einheitsfront gegen Faschismus, Krieg und Umweltzerstörung gestärkt wird."
Anbei ein aktuelles Statement der MLPD:
Seit Jahresbeginn greift die syrische Übergangsregierung unter ihrem islamistisch-faschistischen Anführer al-Sharaa (Muhammed al-Dscholani) die selbstverwalteten Gebiete der Kurden v. a. im Nordosten von Syrien an.
Kobanê ist inzwischen belagert und weitgehend von der Außenwelt abgeschnitten. Die Errungenschaften der demokratischen Revolution und das Symbol des Siegs über den faschistischen IS – Kobanê – sind in Gefahr.
Die MLPD ruft dazu auf, Rojava zu verteidigen, die Solidarität mit dem kurdischen Befreiungskampf zu verstärken, den Widerstand gegen die faschistischen Angriffe auf die Straße zu tragen.
Die islamistisch-faschistischen Milizen erhalten massive Unterstützung durch die Türkei und einen Freifahrtschein der USA, die mit eigenen Truppen in Syrien präsent sind.
Weltweit gingen in den letzten Tagen Hunderttausende Menschen auf die Straße. Rojava ist nicht alleine – internationale Solidarität ist eine starke Waffe!
Im Verlauf der Waffenstillstandsverhandlungen wie der Gefechte wurden von Präsident al-Sharaa immer weitere Forderungen gestellt, die auf eine Selbstentwaffnung der Kurden und die Aufgabe der Errungenschaften der kurdischen Selbstverwaltung hinauslaufen würden. Während die brutalen Angriffe liefen, verkündete al-Sharaa, dass die kurdische Sprache eine Nationalsprache wird und das kurdische Neujahrsfest Newroz ein Feiertag.
Das sind aber selbstverständliche Errungenschaften, die in den kurdischen Gebieten ab 2013 erkämpft wurden, wie weitgehende demokratische Rechte, große Fortschritte in der Befreiung der Frau und ein friedliches Zusammenleben der verschiedenen Volksgruppen. Die Angriffe sind auch ein Verstoß gegen ein im März geschlossenes Abkommen, das der kurdischen Gesellschaft zusicherte, ein Teil Syriens zu sein. ...