Flugblatt

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Verteidigt Rojava gegen die faschistischen Angriffe

Seit Jahresbeginn greift die syrische Übergangsregierung unter ihrem islamistisch-faschistischen Anführer al-Sharaa (Muhammed al-Dscholani) die selbstverwalteten Gebiete der Kurden v. a. im Nordosten von Syrien an.

Verteidigt Rojava gegen die faschistischen Angriffe

Kobanê ist inzwischen belagert und weitgehend von der Außenwelt abgeschnitten. Die Errungenschaften der demokratischen Revolution und das Symbol des Siegs über den faschistischen IS – Kobanê – sind in Gefahr.

Die MLPD ruft dazu auf, Rojava zu verteidigen, die Solidarität mit dem kurdischen Befreiungskampf zu verstärken, den Widerstand gegen die faschistischen Angriffe auf die Straße zu tragen.

Die islamistisch-faschistischen Milizen erhalten massive Unterstützung durch die Türkei und einen Freifahrtschein der USA, die mit eigenen Truppen in Syrien präsent sind.

Weltweit gingen in den letzten Tagen Hunderttausende Menschen auf die Straße. Rojava ist nicht alleine – internationale Solidarität ist eine starke Waffe!

Im Verlauf der Waffenstillstandsverhandlungen wie der Gefechte wurden von Präsident al-Sharaa immer weitere Forderungen gestellt, die auf eine Selbstentwaffnung der Kurden und die Aufgabe der Errungenschaften der kurdischen Selbstverwaltung hinauslaufen würden. Während die brutalen Angriffe liefen, verkündete al-Sharaa, dass die kurdische Sprache eine Nationalsprache wird und das kurdische Neujahrsfest Newroz ein Feiertag.

Das sind aber selbstverständliche Errungenschaften, die in den kurdischen Gebieten ab 2013 erkämpft wurden, wie weitgehende demokratische Rechte, große Fortschritte in der Befreiung der Frau und ein friedliches Zusammenleben der verschiedenen Volksgruppen. Die Angriffe sind auch ein Verstoß gegen ein im März geschlossenes Abkommen, das der kurdischen Gesellschaft zusicherte, ein Teil Syriens zu sein.

International wird al-Sharaa von den westlichen Imperialisten hofiert. Während der massiven Angriffe sollte er am 20. Januar 2026 in Berlin mit Bundeskanzler Merz und Bundespräsident Steinmeier sowie weiteren Ministern und Wirtschaftsvertretern zusammentreffen (das Treffen wurde kurzfristig von der syrischen Regierung abgesagt). Die deutsche Regierung wird so Komplize im Krieg gegen die Kurden. Ebenso die EU. Während der Angriffe in Aleppo besuchte die deutsche EU-Kommissionspräsidentin von der Leyen Dscholani, und sicherte Millionen an „Aufbauhilfe“ zu. Al-Sharaa telefonierte auch mit US-Präsident Donald Trump.

Die Selbstverwaltung in Nordostsyrien hat eine Generalmobilmachung ausgerufen. Mustafa Karasu vom Exekutiven Rat der Gemeinschaft der Gesellschaften Kurdistans (KCK) erinnerte an die Verteidigung der Stadt Kobanê gegen den sogenannten Islamischen Staat (IS) 2015: „Der Sieg von Kobanê war kein isolierter Erfolg. Er war das Ergebnis einer breiten, internationalen Solidarität, getragen von allen Teilen Kurdistans, von Freund:innen und linken Kräften weltweit. Heute ist erneut ein solcher Moment gekommen.“

In den Medien wird es teilweise so dargestellt, als sei Kobanê bereits gefallen. 2014/2015 wendete sich allerdings das Blatt – als der faschistische IS Kobanê schon in Teilen eingenommen hatte. Doch der kurdische Freiheitskampf und die internationale Solidarität waren stärker!

Ermuntert durch den Hauptkriegstreiber in der Welt, den US-Imperialismus, gehen immer mehr imperialistische Mächte zu offen kriegerischen Handlungen, Vertreibungen, Annexionen über. Die Internationalen Antiimperialistische Einheitsfront gegen Faschismus, Krieg und Umweltzerstörung erklärte aktuell dazu: „Der Kampf zur Verteidigung der Selbstverwaltungszentren in Nord- und Ost-Syrien reiht sich ein in den antiimperialistischen Kampf auf der ganzen Welt! Ob Rojava oder der Genozid in Gaza, Venezuela, Iran, Sudan, Grönland… – der Imperialismus zeigt sein blutiges Gesicht. In der Internationalen Antiimperialistischen United Front gegen Faschismus, Krieg und Umweltzerstörung kommen diese Kämpfe zu einem großen antiimperialistischen Kampf zusammen.“

Die MLPD ruft dazu auf, sich gemeinsam mit kurdischen und allen fortschrittlichen Kräften an Protesten zu betei-
ligen. Die wirklichen Verbündeten sind die internationale Arbeiter- und revolutionäre Bewegung!

  • Stoppt die Angriffe des Dscholani-Regimes und der Türkei auf Rojava/Nordsyrien!
  • Für die völkerrechtliche Anerkennung der demokratischen Selbstverwaltung von Nord- und Ost-Syrien (DAANES)!
  • Sofortige Beendigung aller wirtschaftlichen, militärischen und diplomatischen Beziehungen zwischen Deutschland und dem islamistischen syrischen Dscholani-Regime und der faschistischen Türkei!
  • Weg mit dem PKK-Verbot! Freiheit für Kurdistan! Solidarität mit dem kurdischen Befreiungskampf!
  • Keine Abschiebung demokratischer syrischer Geflüchteter!
  • Proletarier aller Länder und Unterdrückte, vereinigt euch!
  • Für Frieden, Freiheit und echten Sozialismus!